Angaben aus der Verlagsmeldung

Abschied vom Mythos : Sechs Jahrzehnte kubanische Revolution – Eine kritische Bilanz / von Hannes Bahrmann


Früher war Kuba ein vergleichsweise reiches Land. Gesegnet mit Bodenschätzen und fruchtbaren Böden, stieg die größte Insel der Karibik zum weltgrößten Zuckerproduzenten auf. Das Bruttosozialprodukt lag über dem Mexikos, die Ärztedichte über der in den Vereinigten Staaten, das Bildungswesen auf dem Niveau Westeuropas.
Sechs Jahrzehnte nach dem Sieg der Revolution ist der frühere Reichtum verzehrt, und der durchschnittliche Arbeitslohn liegt bei 25 Euro im Monat. Die Idee eines »Neuen Menschen« ist längst Geschichte, die sozialistische Gesellschaft auch, und die sozialen Unterschiede wachsen unaufhörlich. Nach der leichten Annäherung mit den USA verwaltet Raúl Castro den Übergang in eine Zukunft, die den Sozialismus nur als Pause zwischen Kapitalismus und Kapitalismus erscheinen lässt. Doch blickt man hinter die Kulissen, sind die Machtverhältnisse fester denn je in der Hand einer Familie: der Castros.