Angaben aus der Verlagsmeldung

Luther im Kontext : Reformbestrebungen und Musik in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Unter Mitarbeit von Monika Ramsenthaler.


Die außerordentliche Bedeutung von Martin Luthers hymnologischen Neuerungen im Zusammenhang seines reformatorischen Programms ist unbestreitbar. Denn der hohe Stellenwert, den er dem Gemeindegesang in der Volkssprache einräumte, führte zur Entstehung eines eigenen Repertoires einstimmiger Gesänge, die bis heute in Gebrauch sind und vielfältig bearbeitet wurden. Zugleich verhalf das von Luther wahrscheinlich mit angeregte Geystliche gesangk Buchleyn Johann Walters (1524) der mehrstimmigen Musik im protestantischen Gottesdienst zu der zentralen Rolle, die sie seither innehat.
Die Beiträge beleuchten den Zusammenhang von Reformation und hymnologischen Neuerungen und bemühen sich aus interdisziplinärer Perspektive um eine Rekontextualisierung Luthers in seiner Zeit. Sie thematisieren nicht nur die Musikanschauung Luthers, sondern auch die seiner Zeitgenossen, nicht nur die Musik, sondern auch den Tanz.
Am Beispiel Breslaus schließlich werden die Folgen für die Musik durch die Einführung der Reformation diskutiert und die Entwicklung des volkssprachlichen Gesangs im katholischen Gottesdienst.****************