Angaben aus der Verlagsmeldung

trail


Die Publikation trail geht auf einen Trampelpfad zurück, den Natascha Sadr Haghighian 2012 im Rahmen der dOCUMENTA (13) am Auehang in Kassel anlegte. Der Pfad befand sich neben dem Ehrenmal für gefallene deutsche Soldaten des ersten und zweiten Weltkriegs und war mit onomatopoetischen Klängen bespielt. Beim Anlegen des Pfades entdeckte Sadr Haghighian, dass der Hang aus Trümmerschutt des zweiten Weltkriegs bestand. In der Publikation trail folgt sie zusammen mit Pola Sieverding und Jasper Kettner den Spuren dieser Trümmer und landet bei der in Kassel ansässigen Rüstungsindustrie, bei Geschichten der Migration und Zwangsarbeit, bei Militärfahrzeugen, die Tiernamen tragen und bei Blumen, die nur auf Trümmern wachsen. In Korrespondenzen mit Anselm Franke, Avery Gordon, Ayse Guelec und vielen anderen werden die Fundstücke verknüpft und befragt. Ein Blick auf die Kontinuitäten, Schleifen und Brechungen der Geschichte, der den Schichtungen des Trümmerschutts selbst gleicht.