Angaben aus der Verlagsmeldung

Cellistinnen : Transformationen von Weiblichkeit in der Instrumentalkunst / von Katharina Deserno


Wie kaum ein anderes Instrument hat das Cello eine Transformation durchlaufen, die es von einem als männlich verstandenen und fast ausschließlich von Männern gespielten zu einem populären, von Männern wie Frauen gleichermaßen gespielten Instrument werden ließ. Auf den ersten Blick scheint dieser Prozess mit der Vielzahl erfolgreicher Cellistinnen wie Jacqueline du Pré, Maria Kliegel und Sol Gabetta abgeschlossen zu sein.
Anhand der Lebens- und Wirkungsgeschichten der Cellistinnen aus der Vergangenheit verfolgt Katharina Deserno die einzelnen Schritte des Prozesses und analysiert, welche Weiblichkeitsbilder prägend sind und welche Transformationsprozesse diese durchlaufen. Im Zentrum stehen dabei Lise Cristiani (1827-1853) als erste Frau, die als Konzertcellistin öffentlich auftrat, und Guilhermina Suggia (1885-1950), die wichtigste Vertreterin der zweiten Generation von Cellistinnen.