Angaben aus der Verlagsmeldung

Superposition / von Kat Kaufmann


Migrationshintergrund? MigrationsVORDERGRUND!
"Superposition" ist der Roman einer ganzen Generation. Der Generation der vermeintlich Angekommenen. Einer rastlosen und ratlosen Generation, in der man einander in seinem Anderssein Halt gibt. Halt, wo es eigentlich keinen gibt.
"Superposition" ist die Geschichte der 26-jährigen Pianistin Izy Lewin. Sie taumelt durch Berlin, schlägt sich herum mit dem übergriffigen Regisseur Marc, erniedrigenden Hotel-Gigs und der Beschissenheit der Dinge. Das große Sterben wird mit Babuschka Ella beginnen, und irgendwann wird Izy ganz allein auf der Welt sein. Heimatlos. Timur könnte eine Heimat sein. Wie ein Hund und ein Wolf den Mond anjaulen, bei einer Flasche Nastoy alte Jazzplatten hören, Arm in Arm unter dem Tisch oder im Morgengrauen im Park: Wo Timur ist, da ist die Tundra und die Steppe, da schmeckt und riecht es nach Zuhause. Ein Zuhause, das ihr nicht gehört, eines, das sie sich nur borgen darf. Und vielleicht ist das, was einen halten kann, ja überhaupt nicht in der Welt zu finden - sondern im Kosmos. Und vielleicht gibt es einen Weg, um nicht wie die Welt an sich selbst zu zerbrechen, dort unterzutauchen. Vorübergehend ...
Kat Kaufmanns unverbrauchte, zugleich harte und poetische Sprache wühlt auf. Sie seziert die Grundlagen der Gesellschaft in einer Welt, in der der herrenlose Hund zum aggressiven Wolf wird, der sich sein Rudel sucht.