Angaben aus der Verlagsmeldung

Rechtsvergleichung / von Uwe Kischel


Zum Werk
Die Neuerscheinung eines großen Lehrbuchs der Rechtsvergleichung ist auf eine umfassende, aktuelle und wissenschaftlich vertiefte Darstellung angelegt. Als Grundlagenwerk soll es sowohl für Studierende und Doktoranden zur Einarbeitung und Vertiefung geeignet sein als auch für Wissenschaftler und Praktiker wichtige und teils neuartige Erkenntnisse, Strukturen und Diskussionsbeiträge bereithalten. Um beides miteinander zu verbinden, wird vor allem auf klare Sprache und Anschaulichkeit gesetzt.
Nach einer allgemeinen Einführung in die Rechtsvergleichung, ihre Vorgehensweise, ihre Beziehung zu Nachbargebieten und ihre Ziele befaßt sich das Buch umfassend mit der aktuellen Methodendebatte, die weite Teile der allgemeinen Diskussion über Rechtsvergleichung beherrscht. Die unterschiedlichen Positionen werden kritisch aufbereitet und analysiert, um dann auf der Basis funktionaler Kerngedanken den Ansatz einer kontextuellen Rechtsvergleichung zu entwickeln. Sie beschreibt eine praxisnahe, hermeneutische Vorgehensweise, der es in erster Linie darum geht, die grundsätzlichen Eigenheiten fremder Rechtsordnungen zu berücksichtigen, etwa die Denk- und Argumentationsweise der dortigen Juristen, ihre Ausbildung, bestehende Schulen, den Gerichtsaufbau, die Quellenlehre, die vorherrschenden Auslegungsmethoden, die der täglichen Praxis zugrundeliegende Rechtstheorie, den Einfluß bestimmter Weltanschauungen oder der Korruption, die übergeordnete Systematik oder gerade ihr Fehlen.
An diesen Grundgedanken orientiert sich die folgende, umfassende Darstellung der hauptsächlichen rechtsvergleichenden Kontexte. Kernanliegen ist hier, die zentralen Eigenheiten darzustellen und kontrastierend zu erläutern, die jeden dieser Kontexte gerade kennzeichnen und ohne deren Kenntnis ein Rechtsvergleicher leicht in die Irre geht.
Dabei wird Wert auf Aktualität gelegt und die große Bedeutung des öffentlichen Rechts ebenso berücksichtigt wie die des Privatrechts:
- Kontext des common law (mit Betonung der Unterschiede zwischen USA und England und einem Ausblick in andere Länder des common law);
- Grundkontext des kontinentaleuropäischen Rechts (mit Schwerpunkt Deutschland und Frankreich);
- Vielfalt des kontinentaleuropäischen Kontexts (mit Österreich, Schweiz, Spanien, Osteuropa, Skandinavien, Lateinamerika und der Frage der Konvergenz);
- Kontext afrikanischen Rechts (mit staatlichem Recht und einem Schwerpunkt beim traditionellen afrikanischen Recht in seiner heutigen Bedeutung);
- Kontexte in Asien (mit China; Japan/Taiwan/Südkorea; Indien; Indonesien)
- Kontext islamischen Rechts (mit klassischem islamischem Recht und der Rolle islamischen Rechts heute; Exkurs zum jüdischen und kanonischen Recht);
- Kontexte transnationalen Rechts (mit Völkerrecht, Europarecht, lex mercatoria).
Vorteile auf einen Blick
- überzeugt durch Umfang, Vertiefung und Eigenständigkeit der Darstellung
- Praxisnähe und Anschaulichkeit
- zahlreiche rechtliche Hintergrundinformationen
- umfassende und vertiefte Behandlung auch der nord- und osteuropäischen, lateinamerikanischen und nichtwestlichen Rechtsordnungen
- Konzentration auf die aktuelle Lage in den verschiedenen Rechtsordnungen
- berücksichtigt gleichermaßen Privatrecht und öffentliches Recht
- Verständlichkeit, Lebendigkeit und gute Lesbarkeit
- zur Einarbeitung und Vertiefung gleichermaßen geeignet
- kein Sammelwerk, sondern Darstellung aus einem Guß
Zielgruppe
mit ausländischem Recht und Fragen der Rechtsvergleichung befaßte Hochschullehrer, Rechtsanwälte, Notare, Richter sowie Studierende und Doktoranden der Rechtswissenschaften