Angaben aus der Verlagsmeldung

Sprachkritik als Ideologiekritik : Studien zu Adornos ,Jargon der Eigentlichkeit’


Theodor W. Adornos ,Jargon der Eigentlichkeit’ (1963) gehört zu den umstrittensten Texten der Kritischen Theorie. Während der Titel inner- und außerhalb der akademischen Debatte längst zu einem geflügelten Wort mutiert ist, steht diesem die Kenntnis des Inhalts diametral gegenüber.
Zumeist wird die Schrift als eine Polemik gegen Martin Heidegger abgehandelt, die zu einer „philosophischen Kommunikationsverweigerung“ (Hermann Mörchen) zwischen Frankfurt und Freiburg geführt habe. Plattitüden dieser Art verkennen jedoch den ideologiekritischen Charakter der Streitschrift. Adornos Kritik am neudeutschen Jargon richtet sich keineswegs primär gegen Heidegger, sondern bezieht sich auf ein breites gesellschaftliches Phänomen. Sie hat ihren Ursprung bereits in den 1920er-Jahren in der Kritik Siegfried Kracauers an der Bibel-Übersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig.
Ziel des Sammelbandes ist es, den ,Jargon der Eigentlichkeit’ jenseits akademischer Departementalisierungen zu erschließen und auf die Aktualität von Adornos Kritik hinzuweisen.

Mit Beiträgen von Claus Baumann, Manfred Bauschulte, Max Beck, Dirk Braunstein, Detlev Claussen, Leo Fischer, Gerhard Henschel, Christoph Hesse, Christine Kirchhoff, Ireen Packebusch, Gerhard Scheit, Richard Schuberth, Jan Süselbeck und Michael Weingarten.