Angaben aus der Verlagsmeldung

Italienische Märchen II: Gockel und Hinkel/ Gockel, Hinkel und Gackeleia : Lesarten und Erläuterungen


Das Gockel-Märchen und die Geschichte von Fanferlieschen Schönefüßchen sind die einzigen Texte aus dem Komplex der sog. Italienischen Märchen, an denen Clemens Brentano nach seiner Reversion weiterarbeitete, doch nur der erstgenannte wurde auch veröffentlicht - erheblich erweitert und mit diversen Illustrationen versehen. Bereits die um 1816 entstandene erste Fassung ist durchzogen von topographischen Verweisen, von zeitgeschichtlichen Anspielungen und von Reminiszenzen auf aktuelle und ältere Literatur. Die Gockel, Hinkel und Gackeleia betitelte Spätfassung dann, die 1838 im Druck erschien, ist vollends ein hochkomplexes Gewebe aus eng miteinander verflochtenen Fäden unterschiedlichsten Wissens: Sie erzählt die Geschichte des Raugrafen Gockel von Hanau, seiner Frau Hinkel Gräfin von Hennegau und ihrer Tochter Komtess Gackeleia als politisch-säkulare wie als Religionsgeschichte, als Literatur- und als Wissenschaftsgeschichte, als Adels- und als Wirtschaftsgeschichte - und nicht zuletzt ist sie Niederschlag von Brentanos unerwiderter Liebe zu Marianne von Willemer, zu Luise Hensel und vor allem zu Emilie Linder. Die vorliegende Ausgabe bietet erstmals eine detaillierte Entstehungsgeschichte wie einen ausführlichen Kommentar, der den Text für den heutigen Leser umfassend erschließt.