Angaben aus der Verlagsmeldung

Der Göttinger Barfüßer Altar von 1424


Die renommierte Jahrbuchreihe der „Niederdeutschen Beiträge zur Kunstgeschichte“ wird künftig als „Neue Folge“ gemeinsam vom Landesmuseum Hannover, vom Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig und vom Landesmuseum Oldenburg herausgegeben und in neuem Gewand weitergeführt. Den Auftakt bildet ein reich bebilderter Sonderband zu einem der Hauptwerke in der einzigartigen Sammlung niederdeutscher Kunst des frühen 15. Jahrhunderts im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover: Der Göttinger-Barfüßeraltar von 1424 wurde als Hochaltarretabel für die nicht mehr erhaltene Kirche des Göttinger Franziskaner-Konvents geschaffen. Er stellt über seine beeindruckende Größe hinaus ein außerordentlich vielschichtiges Kunstwerk und eine reiche historische Quelle dar. Ein großes von 1999 bis 2005 durchgeführtes Restaurierungs- und Forschungsprojekt, das auch methodisch neue Maßstäbe setzt, hat dieses Hauptwerk in seiner ursprünglichen Gestalt und Wandelbarkeit wiedergewonnen und umfassend wissenschaftlich erschlossen. Der vorliegende Band enthält die Beiträge des 2006 in Hannover durchgeführten, interdisziplinären Kolloquiums sowie die Ergebnisse einer kunsttechnologischen Dissertation. Sie geben ein eindrückliches Bild von den theologischen Hintergründen, den Stiftungsmotiven, den Entstehungsbedingungen und den vielfältigen stilistischen Einflüssen, die in der nach ihrem prominentesten Werk benannten „Barfüßer-Werkstatt“ verarbeitet wurden.