Angaben aus der Verlagsmeldung

Silence. Schweigen : Über die stumme Praxis der Kunst


Die klassischen Gattungen der bildenden Kunst zeichnen sich dadurch aus, keiner Klänge, keiner Stimme zu bedürfen. Doch gerade diese nonverbale Qualität lässt Kunstwerke zur Herausforderung für die an Sprache und Schrift gebundene Kunstgeschichte werden. Die Bezeichnung »stumme Poesie« für Malerei oder Baukunst ist ein eloquenter Indikator für die kommunikative Wirkung von Ausdrucksformen, die an Sprache bemessen werden, aber in ihrem schweigenden Gestus nach eigenen Kategorien zu beurteilen sind. Der Topos von der eigentlichen Unbeschreibbarkeit der Kunst bezieht sich auf Aspekte wie Aura und Stimmung, öffnet das weite Feld der Bildrhetorik und führt bis zur Praxis der musealen Hängung von Gemälden.