Angaben aus der Verlagsmeldung

Burning down the house : Eine fotografische Arbeit über Berliner Writer


„Writer sein, ist ein großes Geheimnis. Es ist das größte Geheimnis, dass ich vor meinen Eltern habe. Man teilt es nicht mit vielen Leuten, man teilt es nur mit Menschen, denen man vertrauen kann. Es ist ein großer Antrieb, das Geheimnis zu bewahren.“ – Duko

Das beim internationalen Fotobook Festival in Kassel mit dem ersten Preis ausgezeichnete Fotobuch gewährt erstmalig einen detaillierten Einblick in die Welt der Berliner Graffiti-Writer. Losgelöst von Stereotypen und mit der bewussten Entscheidung, auf die Abbildung von Graffiti zu verzichten, zielt Behrendt darauf ab, die anonymen Autoren des öffentlichen Raums von Berlin vorzustellen und dem oft und viel diskutiertem Thema der illegalen Schrift auf der Wand ein Gesicht zu geben.

Zum einen begegnet Behrendt den Akteuren mit einer analogen Mittelformatkamera und einem genauen Konzept, dass den Writern die Auswahl des Ortes und die Art der Offenbarung überlässt. Zum Anderen entstand eine Polaroid-Serie mit von den Writern eigens entfremdeten Portraits. In besonderem Maße wird hier das Spannungsverhältnis von Sichtbarkeit und Anonymität, angesichts der möglichen Folgen einer Identifikation durch Dritte, deutlich.

Über einen Zeitraum von 5 Jahren sind so über 80 Portraits und Interviews entstanden, die einen intimen Zugang zu den Protagonisten der Szene eröffnen. Präsentiert werden die insgesamt 396 Seiten Photos und Texte auf vier verschiedenen, ausgewählten Papieren, in deutscher und englischer Sprache. Das Einzigartige: das Buch ist eingebunden in den Original Sitzbezugsstoff der Berliner U-Bahn - ein logistische und buchbinderische Herausforderung. Und somit ein echtes Sammlerstück für jeden Fotobuchliebhaber!