Angaben aus der Verlagsmeldung

Peršman


»Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde beim Peršman, auf einem Bergbauernhof ober Eisenkappel in Kärnten, ein Verbrechen veru¨bt. Das war am 25. April 1945, vierzehn Tage vor Kriegsende. Im Zuge eines Angriffs des SS- und Polizeiregiments auf die beim Peršman lagernden Partisaneneinheiten wurden elf Zivilisten getötet, fast die gesamte Familie Sadovnik – elf Opfer, davon sieben jünger als 14 Jahre«, schreibt der slowenische Präsident Borut Pahor in seinem Geleitwort.
Als einen »zutiefst verstörenden menschlichen Gewaltakt, der auf Ebene der Justiz ohne Sühne blieb«, sieht der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer dieses Ereignis in einem zweiten Geleitwort. Im Jahr 2012 hatte er zusammen mit der Autorin Maja Haderlap das neugestaltete zeitgeschichtliche Museum Peršmanhof besucht, dem einzigen Ort in Österreich, an dem die Geschichte der Kärntner Minderheit – eine Geschichte von Verfolgung und Widerstand – im Rahmen einer musealen Dauerausstellung präsentiert wird.
Weiter heißt es bei Bundespräsident Heinz Fischer :»Die vorliegende Publikation dokumentiert den langjährigen Forschungsprozess rund um die schrecklichen Ereignisse vom 25. April 1945 und steht für eine systematische und sorgfältige historische Analyse, die längst überfällig war. Was wir hier erfahren, ist die Aufarbeitung schwer fassbarer Untaten, die Menschen einander unter bestimmten politischen und historischen Rahmenbedingungen antun können. Aber es ist auch ein Beispiel dafür, dass es immer auch möglich war und ist, sich einem Unrechtsregime zu verweigern und zu widersetzen.«