Angaben aus der Verlagsmeldung

Nationalistische Intellektuelle in der Slowakei 1918-1945 : Kulturelle Praxis zwischen Sakralisierung und Säkularisierung


Im slowakischen Landesteil der neu entstandenen Tschechoslowakischen Republik sollte der bis dahin dominierende ungarische Einfluss in der Gesellschaft durch eine gemeinsame nationale Identität ersetzt werden.. Sabine Witt untersucht, wie slowakische Intellektuelle, insbesondere Schriftsteller, diesem de facto tschechischen Nationsverständnis mit Hilfe kultureller Aktivitäten in Politik, Publizistik, Wissenschaft und Kultur einen genuin slowakischen Nationalismus entgegensetzten. Dieser war deutlich antiliberal und modernisierungsfeindlich ausgerichtet, bediente sich religiöser Vorstellungen und übertrug das Konzept der "Reinheit" nicht nur auf die slowakische Sprache und Kultur, sondern nutzte es auch für homogenisierende Gesellschaftsentwürfe.