Angaben aus der Verlagsmeldung

Innen ist nicht Außen / von Ulla von Brandenburg


vorherige ISBN 978-3-86895-307-7
Ulla von Brandenburg hat bis heute ein umfassendes, komplexes und charakteristisches Œuvre entwickelt. In ihren Filmen, Installationen, Performances und Zeichnungen verwendet sie Methoden und Vorgangsweisen des Theaters, um sich mit gesellschaftlichen, sozialen und historischen Fragen auseinanderzusetzen. Facetten des Bühnenhaften und Theatralischen oder die Regelhaftigkeit des Spiels werden zu Metaphern des menschlichen Zusammenlebens, in denen die Trennung zwischen Akteur und Zuschauer und Akteur, Realität und Illusion immer wieder aufgelöst wird.

Das ebenso konsistente wie facettenreiche Werk Ulla von Brandenburgs abzubilden und theoretisch zu verankern, ist das Anliegen dieser Publikation. Das Buch beginnt mit einem umfassenden Bildteil, der ihre Arbeiten der Jahre 2008 bis 2013 versammelt. Im anschließenden Textteil diskutiert Nina Möntmann mit der Künstlerin neben konkreten kulturellen und historischen Bezügen zahlreiche Aspekte, die für das Werk und insbesondere die Filme kennzeichnend sind: Die zeitliche Unbestimmtheit und die Konzeption anderer Räume an der Schwelle zwischen der realen Welt und dem geistigen Reich des Unterbewussten und Unausgesprochenen zählen ebenso dazu wie die Produktionsbedingungen, der Inszenierungscharakter und die vielfach gesungenen Texte. Die Beiträge von René Zechlin und Annette Südbeck hingegen widmen sich aus unterschiedlicher Perspektive den medialen, semantischen und historischen Ebenen zweier zentraler Motive: dem Spiegel und dem Schatten. Ulla von Brandenburg verwendet sie in den verschiedensten Techniken, so auch in Form der für ihr Werk charakteristischen Scherenschnitte und Schattenspiele, um die Wirklichkeitsebenen und Grenzbereiche zwischen Sein und Schein auszuloten.

Texte: Nina Möntmann (Interview), András Pálffy, Annette Südbeck, René Zechlin