Angaben aus der Verlagsmeldung

Wilhelm Buschulte – Spätwerk und Rückblick / von Annette Jansen-Winkeln, Thomas Frings, Jean-Claude Périsset, Martin Struck


Mit dieser Publikation ehrt die Kreisstadt Unna ihren berühmten Sohn, den Maler Wilhelm Buschulte, der am 28. März 2013 in seiner Heimatstadt kurz vor seinem 90. Geburtstag verstarb. Bekannt wurde er vor allem durch seine Glasmalereien für über 300 sakrale Gebäude in ganz Deutschland, darunter Dome in Aachen, Essen, Münster, Paderborn und Ratzeburg. Höhepunkte seines Schaffens sind die Kunstverglasungen für die Paulskirche in Frankfurt und für die Apostolische Nuntiatur in Berlin.

Sein malerischer Stil revolutionierte die moderne Glasmalerei: Auf großformatige, nicht mehr wie im Glasmosaik unterteilte Glasträger setzte er seine Figuren wie im Aquarell und Pastell. Farbkräftig vermittelte der tief religiöse Künstler die Botschaften der Heiligen Schrift. Hierzu entwickelte er seinen eigenen Stil, der dazu beitrug, die deutsche Glasmalerei weltweit zu einem Vorbild werden zu lassen. Gerade das hier erstmals publizierte Spätwerk reizt zur Auseinandersetzung mit Buschultes Bilderwelt der christlichen Glaubensgeheimnisse. Der Apostolische Nuntius Dr. Jean-Claude Périsset bezeichnet in seinem sehr persönlichen Essay die Glasbilder Buschultes zu Recht als tiefe Mission, denen als Vermittlerin geistiger Werte dauerhafte Bedeutung zukommt.

Annette Jansen-Winkeln, Leiterin der "Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V.", die bereits 1999 die erste Monografie über Wilhelm Buschulte herausgebracht hat, gibt einen anschaulichen Einstieg in die Bilderwelt Buschultes und weist ihn zugleich als genialen Grafiker aus – auch dies ein Aspekt seiner Glasmalerei. Weitere Beiträge würdigen Buschultes Glasmalereien im Bistum Münster (Thomas Frings) und in der Erzdiözese Köln (Martin Struck). Eine Kurzbiografie Buschultes und Ergänzungen bzw. ein Nachtrag zu seinem Werkverzeichnis (ab 1999) runden den reich bebilderten Band ab und machen ihn für die weitere Forschung unentbehrlich.