Angaben aus der Verlagsmeldung

Die »Dirne«, der Bürger und der Staat : Private Erziehungsheime für junge Frauen und die Anfänge des Sozialstaates in der Deutschschweiz, 1870er bis 1940er Jahre / von Sabine Jenzer


In der Deutschschweiz wurden junge Frauen oftmals wegen sexuell auffälligen Verhaltens in ein Erziehungsheim eingewiesen – jeweils gemessen an einer rigiden Moral. Neben 'gefallenen Mädchen' gerieten auch solche in den Fokus, die gefährdet schienen, eines Tages zu 'fallen'. Die Studie beleuchtet die Heimerziehung nachschulpflichtiger weiblicher Jugendlicher, wie sie von Bürgerinnen und Bürgern sowie vom Staat im entstehenden Schweizer Sozialstaat zunehmend ausgebaut wurde. Im Fokus stehen am Beispiel der evangelischen Sittlichkeitsvereine die Ausprägung der privaten Fürsorge sowie die Rolle des Staates und das Zusammenwirken dieser beiden Akteure.