Angaben aus der Verlagsmeldung

»Celans Gedichte wollen das äußerste Entsetzen durch Verschweigen sagen« : Zu Paul Celan und Theodor W. Adorno / von Kim Teubner


Nach Theodor W. Adorno ist es nach Auschwitz nicht mehr möglich, Lyrik zu schreiben. Was dennoch entsteht, bezeichnet er als barbarisch, ebenso wie die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit. Paul Celan schreibt Lyrik nach Auschwitz. Für ihn ist sie nicht nur möglich, sondern notwendig. Und Adorno bezeichnet Celan als den größten deutschsprachigen Lyriker seiner Zeit. Mit dieser komplizierten Konstellation setzt sich die Arbeit auseinander. Damit, wie der Kulturtheoretiker und der Dichter zu ihrer jeweiligen Auffassung von Lyrik gelangen und mit ihrer Auseinandersetzung mit dem Werk des jeweils anderen. Mit ihren Widersprüchen gegeneinander und ihren Erwartungen aneinander.
Und sie zeigt, dass die beiden letztlich beinahe tragisch aneinander vorbei sprechen, dass ihre Positionen eigentlich gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie es auf den ersten Blick erscheint.