Angaben aus der Verlagsmeldung

Seniorenprogramme an Museen : Alte Muster – neue Ufer / von Esther Gajek


Was suchen Senioren im Museum? Sind es – wie bisher angenommen – Wissen und Unterhaltung? Oder bieten die monatlichen Vermittlungsprogramme für Menschen über 65, die hier Grundlage der Argumentation bilden, nicht viel mehr und ganz anderes? In der vorliegenden Arbeit wird ein ethnographischer Zugang gewählt: Teilnehmende Beobachtung und biographische Gespräche mit fünfzig Besucherinnen und Besuchern ermöglichen einen differenzierten Blick auf die Erfahrungen, die Menschen über 65 im „Tempel des Wissens“ machen.
Die empirische Besucherforschung zeigt, dass die Programme zwar Informationen zu Exponaten und Themen vermitteln, aber auch
Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung bereithalten. Gleichzeitig
dienen sie der Distinktion zu Gleichaltrigen, stellen Herausforderung
dar, schaffen eine Gegenwelt zum Alltag und erweisen sich in großem Maße
als anregende Orte, über sich selbst zu reflektieren. Museen als Orte
der Identitätssuche? Deutet sich damit vielleicht ein Paradigmenwechsel an?