Angaben aus der Verlagsmeldung

Deutschsein (wieder-)herstellen : Normalisierung, Männlichkeit, Weißsein im bundesdeutschen Kino der 1950er Jahre / von Maja Figge


Die frühe Bundesrepublik war von Bemühungen um eine (Neu-)Bestimmung dessen, was Deutschsein nach dem Nationalsozialismus bedeuten könnte, geprägt. Das bundesdeutsche Kino der 1950er Jahre, das lange verengt als eskapistisch und restaurativ betrachtet wurde, rückt in diesem Buch als zentraler Ort dieser Aushandlungen des nationalen Selbstverständnisses in den Blick.
Ausgehend von der Betrachtung der Figurationen weißer Männlichkeit zeigt Maja Figges umfassende Studie, dass die Bemühungen um Normalisierung anhand von rassistischen und sexualisierten Umdeutungen, Verschiebungen und Auslassungen vorgenommen wurden. Gesellschaftliche Diskurse und filmische Bewegungen - Ausblendungen, Einblendungen, Überblendungen - wirkten in diesem ambivalenten Prozess zusammen.