Angaben aus der Verlagsmeldung

Der ungewisse Lebensabend? : Alter(n) und Altersbilder aus der Perspektive von (Un-) Sicherheit im historischen und kulturellen Vergleich


​Seit jeher hat das Thema Alter(n) für Individuum und
Gesellschaft große Bedeutung. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen existieren
gesellschaftliche und individuelle Vorstellungen vom Alter und vom Altern. Da
diese „Altersbilder“ keine unbedeutenden Begleiterscheinungen des Umgangs mit
dem Alter(n) sind, sondern eine Realität schaffen, die diesen mitbegründet, ist
ihre Reflexion eine wichtige Aufgabe. Altersbilder entstehen immer auf der
Basis spezifischer gesellschaftlicher Bedingungen. In diesem Buch wird der
Frage nachgegangen, inwiefern Unsicherheiten und Uneindeutigkeiten in der
Lebensphase Alter bei der Herausbildung von Altersbildern eine Rolle spielen.
Es wird vermutet, dass ungewisse Lebensbedingungen im Alter zu negativen, widersprüchlichen
und/oder ambivalenten Altersbildern führen und diese wiederum auf die Lebensbedingungen
der Älteren zurückwirken.

Dass das Thema Alter(n) auch für junge Menschen interessant ist, zeigt
diese Veröffentlichung. Sie wurde von zwölf Studierenden des
Masterstudienganges für Staats- und Sozialwissenschaften geschrieben. Deren Ziel
war es, einem möglichst großen Kreis von Leserinnen und Lesern einen anregenden
und aufschlussreichen Einblick in die Entstehungsbedingungen von Altersbildern zu
geben und zugleich die Wechselwirkungen zwischen dem gesellschaftlichen Kontext
und den Vorstellungen vom Alter(n) herauszuarbeiten.​