Angaben aus der Verlagsmeldung

Zwischen Zeichnung und Druck : Edgar Degas und die Wiederentdeckung der Monotypie im 19. Jahrhundert / von Jonas Beyer


Die um 1650 erstmals angewandte Monotypie erlebte im 19. Jahrhundert einen ungeahnten Siegeszug. Insbesondere die Impressionisten schöpften die Potentiale dieser zwischen Zeichnung und Druck oszillierenden Technik virtuos aus.
Bei der Monotypie wird die Druckplatte direkt mit dem Pinsel bemalt. Nach dem Abdruck sind nur ein bis zwei blassere Abzüge möglich. Dieses Verfahren fordert Künstler zur raschen Umsetzung ihrer Bilder auf und übersetzt die künstlerische Handschrift nahezu bruchlos ins gedruckte Bild. Wenn die Monotypie aber letztlich nur Unikate herstellt, wieso schaltet man zwischen Akt und Resultat einen mechanischen Vorgang? Welche Rolle spielt der Druck als sinnstiftendes Moment, wenn der monotypische Grund später durch andere Medien wie Pastell überlagert wird? Ausgehend von dieser Hybridität untersucht Jonas Beyer den Erfolg der Technik im 19. Jahrhundert.