Angaben aus der Verlagsmeldung

Seide im Früh- und Hochmittelalterlichen Frauenstift : Besitz – Bedeutung – Umnutzung


Wertvolle Seiden aus Byzanz und Zentralasien waren exclusive Güter. Im Früh- und Hochmittelalter gelangten Seidenstoffe aus weltlichem Besitz in religiöse Gemeinschaften. Auf dem Otto-Mathilden-Kreuz trägt die Essener Äbtissin Mathilde ein kostbares Gewand. Um welches Gewebe handelt es sich, woher stammt es, welche Botschaft soll den Betrachtern vermittelt werden? Die Wege solcher Textilien nach Essen lassen nach politischen und kulturellen Beziehungen des Frauenstiftes fragen.
Nach Essen gelangten auch Seidenstoffe, die umgenutzt wurden, indem man vor allem Reliquien in sie verpackte. Diese Textilstücke wurden extrem hoch bewertet; sie sind zum Teil von außerordentlicher Qualität und wurden in den letzten Jahren erforscht.
Die Beiträge des Buches befassen sich mit dem Überlieferungsbefund des Frauenstifts Essen und verwandter Gemeinschaften, mit der Bedeutung dieser Textilien und vergleichbarer textiler Objekte für die Kulturgeschichte, sowie mit möglichkeiten der Analyse und Bewertung.