Angaben aus der Verlagsmeldung

Währungspolitik und Wirtschaftsentwicklung in Nachkriegsdeutschland : Der Weg zu Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit


Wenn Währungsabwertungen eine Maßnahme sein sollen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, lässt die Erfahrung der Deutschen Wirtschaft Zweifel daran aufkommen. Die Beiträge in diesem Buch belegen dies eindrücklich. Die Lehre aus dieser Entwicklung ist: Eine abrupte Aufwertung könnte gefährlich sein, ein permanenter leichter Aufwertungsdruck kann sehr hilfreich sein. Insgesamt zeigt sich, dass die deutschen Exporteure mit durchaus beachtlichen Währungsaufwertungstendenzen leben konnten, da sie wie eine Produktivitätspeitsche wirkten. Als Folge daraus sollte der Westen aufhören, von China zu verlangen, die Währung abrupt aufzuwerten. Auf der anderen Seite können die chinesischen Verantwortlichen anhand der historischen Entwicklung studieren, dass ein schleichender Aufwertungsdruck die chinesische Wirtschaft leistungsfähiger machen kann. Dadurch wird die chinesische Wirtschaft schrittweise aus dem Wettbewerb mit einfachen Produkten herauswachsen und zu höherwertigen Produktangeboten tendieren. Auch China wird sehen, dass eine schleichende Aufwertung die Produktivität erhöht, die Wettbewerbsfähigkeit vergrößert und damit auch eine strukturell stärkere Wirtschaft schafft. Mit diesem Buch wird eine aufgeklärte Diskussion vorangetrieben, die im Interesse Chinas und des chinesischen Volkes liegt. Wenn gleichzeitig dadurch die Fragen der Ungleichgewichte im Welthandel in einer mehr rationalen Weise behandelt werden können, wäre dies ein weiterer Vorteil. Die Herausgeber hoffen, dass sich hieraus eine kontroverse Diskussion ergibt, die die Forschung über die komplexen Zusammenhänge zwischen Geldpolitik, Währungspolitik und der Entscheidung von Millionen Unternehmern in einer offenen Marktwirtschaft vorantreiben wird.