Angaben aus der Verlagsmeldung

Bilder ohne Auftraggeber : Der deutsche Kunsthandel im 15. und frühen 16. Jahrhundert


Der deutsche Kunsthandel ist im Unterschied zum Auftraggebermarkt noch wenig erforscht. Dieses Desiderat zu beheben und gleichzeitig das in Qualität und Bandbreite komplexe Sortiment der frei kursierenden Marktbilder aufzuzeigen, ist Ziel der Untersuchung. Einerseits beleuchtet die Studie die Strategien der Akteure des Kunsthandels, neben Kaufleuten oder Abenteurern auch namenhafte Maler und Bildhauer, etwa Albrecht Dürer oder Veit Stoss. Andererseits werden die Orte und Modalitäten des Kunsthandels in Städten wie Lübeck, Nürnberg oder Leipzig und an Wallfahrtsorten wie Einsiedeln ermittelt. Besondere Beachtung findet die Frankfurter Messe, die das früheste Beispiel des Messehandels mit Kunst liefert. Abschließend wird den mobilen Marktbildern als bislang wenig beachtete Transferkategorie im künstlerischen Austauschprozess nachgegangen.