Angaben aus der Verlagsmeldung

Neojaponismen : West-östliche Kopfkissen / von Michael Wetzel


Seit der Öffnung des Landes vor 150 Jahren übt Japan auf den Westen eine magische Anziehung aus. Was zuerst in Paris als Mode des Japonismus entstand, breitete sich über ganz Europa aus und ebbt in immer neuen Wellen von Neojaponismen bis heute nicht ab.Das Reich der Zeichen, die Bilder der fließenden Welt, Räume der Stille und Leere, aber auch Megacities und Cyberspaces, Mangas und Anime-Filme sind Assoziationen, die Japans Attraktivität ausmachen. Den kunst- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen dieser Phänomene geht das Buch auf den Grund, wobei es zu einem überraschenden Ergebnis kommt: dass es gar keine authentisch japanischen Themen sind, sondern dass sie erst aus dem wechselseitigen west-östlichen Kulturimport entstanden sind.Die Cyborg-Dystopien von »Ghost in the Shell« haben ihre Wurzeln in der europäischen Romantik und die »Steampunk«-Welten Miyazakis zeugen von einer Nostalgie der industriellen Revolution des viktorianischen Zeitalters.