Angaben aus der Verlagsmeldung

Arbeit am Mythos / von Hannah Peterson


Schwelbrand hat sich durch die Bilder gefressen, Wasserflecken sind sichtbar. Fassaden, Straßen und Menschen durchdringen sich und fügen sich neu zusammen. Es sind Fragmente fotografischer Dokumente der alten und neuen Stadt Dresden – ostentativ beschädigt und nur teilweise entzifferbar. Luise Schröder begibt sich auf eine visuelle Spurensuche durch die aktuellen und historischen, kulturellen und politischen Schichten der Stadt. Sie erkundet den Mythos Dresden zwischen der Bombardierung 1945 und Jahr¬hundertflut im Jahr 2002 – seiner bildlichen Reproduktion sowie dessen Fortschreibung in die Gegenwart. Der Umgang mit Dresden gleicht einem ideologischen Schlachtfeld, das Luise Schröder in ihrer Serie verstörend wiedergibt und hinterfragt.