Angaben aus der Verlagsmeldung

Parzival : nach Wolfram von Eschenbach neu erzählt von Wolf Wiechert in Zusammenarbeit mit Joachim Hamm und Bertram Söller


Nachdem die reichhaltige Rezeptionsgeschichte des „Parzival“ unterschiedliche Anverwandlungen des Wolframschen Artusromans aufweist, die entweder sehr eng am Text bleiben oder aber sehr frei mit ihm umgehen, ist es an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen.

Vor diesem Horizont steht die Neuerzählung der Parzivalgeschichte, die von Wolf Wiechert in Kooperation mit einem Team aus Wissenschaftlern und Lehrern erarbeitet wurde.

Eine solche neuhochdeutsche Prosaerzählung ist nur sinnvoll und entspricht modernem Leseverhalten erst insofern, als sie in der Hybridform erscheint, also im ergänzenden Nebeneinander von moderner Neuerzählung und 13 über den gesamten Text verteilten, mittelhochdeutschen Abschnitten aus Wolframs Versroman. Für eine Leserschaft, die nicht nur auf den simplen Plot, sondern auch auf dessen literarisch-ästhetische Gestaltung blickt, dürfte der Verbund von kreativer Neuerzählung und originalsprachlichen Passagen, die natürlich übersetzt und kommentiert sind, verständlich und interessant sein. Die sprachliche, kulturelle und ästhetische Andersartigkeit mittelalterlicher Literatur wird nicht zugunsten einer bloßen Nacherzählung aufgegeben oder nachgeahmt, sondern in der Hybridform mit dem Faszinosum mittelalterlicher Alterität neu gestaltet.