Angaben aus der Verlagsmeldung

Gedenkort Rosenstraße 2–4 : Internierung und Protest im NS-Staat / von Wolf Gruner


In der Rosenstraße 2–4 errichtete die Jüdische Gemeinde 1905 ein großes Verwaltungs-gebäude, das später unter anderem das Wohlfahrts- und Jugendamt beherbergte. Im Februar 1943 verhaftete die Gestapo über Zehntausend jüdische Berliner meist an ihren Zwangs¬arbeits¬plätzen. Im Gebäude Rosenstraße 2–4 hielt die Gestapo etwa 2.000 Menschen, die nach der NS-Rassengesetzgebung in „Mischehen“ lebten, bis zu zwei Wochen lang fest, um ihren Status zu überprüfen und unter ihnen Fachpersonal als Ersatz für zu deportierende Mitarbeiter jüdischer Einrichtungen auszuwählen.
Vor dem Haus versammelten sich damals viele Verwandte der Internierten, tagelang. Dass dabei die Freilassung der Festgehaltenen gefordert wurde, fand in den letzten zwei Jahrzehnten in der deutschen und internationalen Öffentlichkeit Beachtung und Würdigung. Seit den 1990er Jahren erinnern ein Denkmal sowie zwei Litfaßsäulen mit historischen Bild- und Textdokumenten in der Nähe des im Krieg zerstörten Gebäudes an die Ereignisse.
Der Band schildert die Hintergründe des Jahres 1943, die Geschehnisse im und vor dem Gebäude sowie die Erinnerung an jene seit dem Kriegsende.