Angaben aus der Verlagsmeldung

Konfessionelle Ambiguität : Uneindeutigkeit und Verstellung als religiöse Praxis in der Frühen Neuzeit


Das Europa der Frühen Neuzeit


Das Europa der Frühen Neuzeit war geradezu ein Laboratorium des politischen und religiösen Pluralismus. In der Forschung wurde bisher vor allem der Prozess der wechselseitigen äußeren Abgrenzung und inneren Homogenisierung der Konfessions­kirchen beschrieben, der mit der terri­torialen Staatsbildung einherging. Demgegen­über werden in jüngster Zeit eher Widerstände, Bruchstellen und Grenzen der Konfessionalisierung betont, Zustände inter- und transkonfessioneller »Osmose« hervorgehoben. Inzwischen erscheint die homogene Konfession zunehmend als Konstrukt; Konfessionalität wird als - oftmals durchaus schwankende und instabile - kulturelle Praxis beschrieben.
Der Band macht sich zur Aufgabe, einen Teilbereich dieser kulturellen Praxis näher in den Blick zu nehmen: Uneindeutigkeit und Verstellung.