Angaben aus der Verlagsmeldung

Schulinfarkt : Was wir tun können, damit es Kindern, Eltern und Lehrern besser geht / von Jesper Juul


Herr Juul, Sie sagen, dass unser Schulsystem noch immer auf den Vorstellungen des vorletzten Jahrhunderts beruht: darauf ausgerichtet, Befehlsempfänger zu produzieren.


"Das Schulsystem hierzulande belohnt vor allem Gehorsam. Gehorsame Kinder entwickeln keine Identität, sondern lernen zu folgen."


Was bräuchte es, damit unser Schulsystem besser wird?


"Um Schulen besser zu machen, müssen wir Lehrer zehn Jahre lang nach Strich und Faden verwöhnen. Ich denke da an Fortbildungen, ausgezeichnete Führungskräfte und den Abbau von Bürokratie."


Die Lehrer verwöhnen? Glauben nicht viele Eltern und viele Schüler, dass gerade die Lehrer das Problem sind?


"Kindern geht es immer nur so gut, wie es auch den Erwachsenen geht."






Was bräuchte es, damit unser Schulsystem besser wird?


"Um Schulen besser zu machen, müssen wir Lehrer zehn Jahre lang nach Strich und Faden verwöhnen. Ich denke da an Fortbildungen, ausgezeichnete Führungskräfte und den Abbau von Bürokratie."


Die Lehrer verwöhnen? Glauben nicht viele Eltern und viele Schüler, dass gerade die Lehrer das Problem sind?


"Kindern geht es immer nur so gut, wie es auch den Erwachsenen geht."


Sie bezeichnen Lehrer, Eltern und Schüler als das lernende Dreieck. Was genau heißt das?


"Ich möchte deutlich machen, dass unsere Schulen die Illusion aufgeben müssen, sie wären nur für die Köpfe der Kinder zuständig und der Rest hinge allein von den Eltern ab. Schule und Lehrer sind ein so wichtiger, einflussreicher und direkter Bestandteil des Lebens der Kinder und ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung, dass es an der Zeit ist, Verantwortung zu übernehmen. Das kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und Schülern geschehen und muss auf gegenseitigem, persönlichem Vertrauen basieren, wenn es Erfolg haben soll. Die Kinder müssen einbezogen und ihre Stimmen gehört werden. Sowohl die Kinder wie die Eltern brauchen eine offene und ernst gemeinte Einladung des Lehrers, denn das Wohlergehen der Kinder hängt von einer guten Beziehung zwischen »ihren« Erwachsenen ab. Nicht eine nette und korrekte Beziehung, sondern eine, die auch Konflikte und Krisen aushalten kann, und die Lehrer müssen eine Führungsrolle einnehmen."


Sie gehen in Ihrem Buch mit der Schule sehr kritisch ins Gericht.


"Ich sehe mich selbst als guten Freund von Schulen. Aber ein guter Freund ist ja auch der, der mir ehrlich sagt, wie er die Dinge sieht, auch wenn ich die gar nicht hören will."