Angaben aus der Verlagsmeldung

Aussagebezogene Abschlussprüfung / von Michael Wiese


Wiese untersucht die methodischen Grundlagen des risikoorientierten Prüfungsansatzes. Der Arbeit liegt die Idee zugrunde, dass eine wirksame und wirtschaftliche Abschlussprüfung auch dann möglich sein muss, wenn interne Kontrollen nicht wirksam sind, ihre Prüfung unwirtschaftlich ist oder damit zu rechnen ist, dass die Kontrollen vorsätzlich ausgeschaltet oder umgangen wurden.

Der für diese Prüfungsszenarien entwickelte Lösungsansatz beruht auf einem Netzwerkmodell der doppelten Buchhaltung. Dieses wird dafür eingesetzt, die formale Ordnungsmäßigkeit der Buchhaltung zu überprüfen und Risikobereiche zu identifizieren. Daher wird insbesondere untersucht, wie sich Bilanzmanipulationen in Buchhaltung und Rechnungswesen niederschlagen.

Die Arbeit zeigt die notwendige methodische Reaktion in Art und Umfang der Prüfungshandlungen auf. Es werden Datenanalyseverfahren vorgestellt, mit deren Hilfe es möglich ist, die Wirksamkeit der Prüfungshandlungen so zu erhöhen, dass die aussagebezogene Prüfung auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine Alternative zum konventionellen kontrollbezogenen Ansatz ist.

Die derart skalierte Prüfungsstrategie trägt dazu bei, die Erwartungslücke zu schließen, weil die entwickelten Prüfungshandlungen als Mustererkennungsverfahren auch zu einer detaillierten Prüfung der Fortführungsprognose, zur Insolvenzfrüherkennung und zur Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität eingesetzt werden können.