Angaben aus der Verlagsmeldung

Warum sind manche Länder korrupter als andere? Wie sich die Einflussfaktoren messen lassen und was die Politik daraus lernen kann / von Sebastian Bieder


Die in den tagesaktuellen Nachrichten behandelten Situationen in arabischen oder südeuropäischen Ländern thematisieren, trotz ihrer grundlegenden Verschiedenheit, oftmals auch die Bestechlichkeit und Ineffizienz der politischen und organisatorischen Systeme. Dabei üben diese häufig korrumpierten Strukturen starke Einflüsse auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft aus. Um Korruption im Gesamten verstehen und einordnen zu können, werden in dieser Arbeit deren Aktualität, Folgen, Geschichte und Internationalität näher erläutert. Anschließend zeigt ein Ausblick die ökonometrischen Lösungsansätze, in denen aufgezeigt wird, warum manche Länder korrupter sind als andere.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit beleuchtet dabei die folgenden korruptionsbeeinflussenden Faktoren: Unterschiede in der Pressefreiheit, verschiedene Wahlsysteme, Dezentralisierung und Wettbewerb im privaten- und öffentlichen Sektor. Darüber hinaus wird auch der Einfluss von ethnischen Strukturen, einer kolonialen Vergangenheit, Ressourcenreichtum, unterschiedlichen Religionen und wirtschaftlicher Entwicklung untersucht.
Von diesen Faktoren lassen sich zur Minimierung von Korruption zahlreiche Politikempfehlungen ableiten. Wenn Politiker wissen, welche Faktoren die Korruption in einem System negativ bzw. positiv beeinflussen, können diese korruptionsvermeidende Entscheidungen treffen. Auch die nachträgliche Bewertung einer Entscheidung bezüglich ihrer Korruptionsfolgen ist möglich. Hierzu bildet diese Arbeit einen Überblick über die wichtigsten korruptionsbeeinflussenden Faktoren, die von der Fachliteratur in den letzten drei Jahrzehnten untersucht wurden.