Angaben aus der Verlagsmeldung

Deutsche Natinalbibliothek Frankfurt am Main und Leipzig : Doppelband / von Bernd Hettlage


Der Doppelband präsentiert die beiden Gebäudeensembles im kompakten Format.
Textauszug:

Die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg hatte mannigfaltige
Konsequenzen, sowohl für die Zivilbevölkerung des Landes als auch für seine
Institutionen. Das betraf auch die Deutsche Bücherei mit Sitz in Leipzig.
Schon im November 1946, zweieinhalb Jahre vor der Gründung der beiden
deutschen Staaten, erhielt sie ein westliches Pendant in der zweiten großen
deutschen Buchstadt: in Frankfurt am Main. Man gab ihr den Namen »Deutsche
Bibliothek«.
Die zwei deutschen Staaten sind längst Geschichte; die meisten Behörden,
Organisationen und öffentlichen Institutionen wurden nach 1990 wieder eins. Die Deutsche Nationalbibliothek aber sollte ihre zwei Häuser in
Leipzig und Frankfurt am Main behalten und zugleich eins werden. Der Bundestag
betonte den integrativen Charakter dieser Entscheidung für das frisch
vereinte Deutschland: Ost und West würden eng zusammenarbeiten, gleichzeitig
jeder Standort seinen Rang bewahren. Außerdem bot sich der Vorteil,
die gewachsenen Schwerpunkte der beiden Bibliotheken erhalten und ausbauen
zu können. Ebenso ließen sich alte und neue Aufgaben verteilen und
auf den jeweiligen Standort zuschneiden.