Angaben aus der Verlagsmeldung

Zwangsarbeiter in Österreich 1939–1945 und ihr Nachkriegsschicksal : Ergebnisse der Auswertung des Aktenbestandes des "Österreichischen Versöhnungsfonds"


Zwischen 1939 und 1945 war mehr als eine Million zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus fast ganz Europa auf dem Gebiet des heutigen Österreich in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft zur Arbeit eingesetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten viele von ihnen nach Hause zurück; andere trafen die Entscheidung, sich in Österreich oder anderen Ländern wie Großbritannien oder den USA ein neues Leben aufzubauen.
Um diesen Opfern des Nationalsozialismus eine späte Anerkennung zukommen zu lassen, wurde im Jänner 2001 der "Österreichische Versöhnungsfonds" (ÖVF) ins Leben gerufen. Im Laufe seiner Tätigkeit gewährte der Versöhnungsfonds rund 130.000 ehemaligen Zwangsarbeitern finanzielle Hilfe.
Der in diesem Buch wissenschaftlich aufbereitete Aktenbestand des ÖVF gibt Einblick in mehr als 130.000 Einzelschicksale und bereitet nahezu einzigartig Teilaspekte des Themas „Zwangsarbeit in Österreich" anhand von Aufzeichnungen und Auskünften Betroffener auf.
Ausgehend von einer Darstellung der Entstehungsgeschichte und Arbeit des ÖVF widmet sich das Buch anhand der ÖVF-Akten und ergänzend hinzugezogener Archivmaterialien aus dem In- und Ausland einzelnen, bisher wenig erforschten Teilbereichen des Themenkomplexes "Zwangsarbeit": Französische Zwangsarbeiter in Österreich, die Emigration ehemaliger Zwangsarbeiter nach Großbritannien nach 1945, Zwangsarbeiter im KZ oder die Motive ehemaliger Zwangsarbeiter, die nach 1945 in Österreich verblieben.