Angaben aus der Verlagsmeldung

Lichtgewänder – Raum, Licht und Farbe im Hohen Dom zu Paderborn vom Mittelalter bis heute


Seit dem Jahr 2007 wird in einem interdisziplinären Forschungsprojekt das Thema Farbverglasung am Bei-spiel des Paderborner Domes aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: Wie wurden die Fenster her-gestellt? – Was waren die architektonischen Voraussetzungen? – Wie hat man sich die verschiedenen Ver-glasungen vorzustellen? – Welche Bedeutung haben diese auf die Lichtführung? – Welche Wirkung hat die Verglasung auf Besucher und Liturgie? Prof. Dr. Albert Gerhards stellt aus theologischer und liturgischer Sicht die Glasmalerei in Kirchen am Beispiel des Paderborner Domes dar. Dr. Arnold Otto widmet sich den Geschichtsquellen zu den mittelalterlichen Fenstern. Dr. Sveva berichtet über die Entwicklung der Fenster-verglasung und die Anfänge der Glasmalerei vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts – ein archäologi-scher und kunsthistorischer Ansatz, wobei die Glasmalerei im westfälischen Raum und die Fenstervergla-sung der Vorgängerbauten des Paderborner Domes vorgestellt werden. Prof. Dr. Josef Hormes (Kanada) stellt die naturwissenschaftlichen Glasuntersuchungen vor. Die Technik der Flachglasherstellung, der Glas-malerei und die unterschiedlichen Lichtwirkungen im Laufe der Jahrhunderte werden neben weiteren Fragen zur Restaurierung von Gläsern aus Dom und Kreuzgang diskutiert. Dr. Norbert Börste beschreibt die architektonischen Voraussetzungen, und Rudolf Geburzi stellt mit Gerhard Drescher Befunde zur Farbigkeit des Dom-Innenraumes vor. Letztendlich werden die neuzeitlichen Lichtgewänder aus kunsthistorischer Sicht beleuchtet: Dr. Gerd Dethlefs die barocken Fenster des Domes, Dr. Cornelia Amann die Fenster des 19. Jahrhunderts bis 1945 und Prof. Dr. Christoph Stiegemann die modernen Fenster von 1945 bis heute. Mit einer Dokumentation schließt das umfangreich bebilderte und illustrierte Buch das interdisziplinäre Projekt ab.