Angaben aus der Verlagsmeldung

Vom Anker zum Krähennest : Nautische Bildwelten von der Renaissance bis zum Zeitalter der Fotografie


Kaum ein Motiv ist international so tief im kollektiven Bewusstsein verankert wie das Schiff. Dank der Unterschiede in Form und Funktion und seines vielfachen Bedeutungswandels bildet das Schiffsmotiv eine grundlegende Kategorie in Kirche, Staat und Gesellschaft. Den Facettenreichtum des Themas spiegeln zwölf Einzelstudien in vier Sektionen, die sich an Kunsthistoriker und Historiker, Architekten und Kartographen, Politologen und Sozialwissenschaftler richten. Während sich das Untersuchungsfeld im Wesentlichen auf Europa konzentriert, wird zeitlich eine Brücke von der Antike und dem frühen Christentum bis zum Zeitalter der Fotografie und der Moderne geschlagen.
Der interdisziplinäre und interkulturelle Ansatz eröffnet innerhalb der nautischen Bildwelten überraschend neue Sichtweisen: Die diskutierten Kunstwerke unterschiedlichster Medien zeigen, dass das Schiffsmotiv sich in idealer Weise zur Repräsentation eignete und daher zu einem Movens in der europäischen Kunstproduktion wurde. Immer wieder setzten Reiche und Mächtige das Schiff und nautische Motive für ihre Propaganda ein. Deutlich lassen sich Konstanten und Veränderungen der Schiffsikonografie in den Städten und an den Herrscherhöfen erkennen. Die Beiträge werfen nicht nur Licht auf faszinierende Auftraggeber und innovative Künstler, sondern rekonstruieren die spannenden Entstehungsgeschichten der oft herausragenden Kunstwerke.
Die durchgehend farbig abgebildeten nautischen Artefakte sind lebendig beschrieben und kommentiert. Ein weiteres Standardwerk aus den German Maritime Studies des Deutschen Schiffahrtsmuseums, das eine grundlegende Basis für Studien zum Schiff in der bildenden Kunst darstellen wird.