Angaben aus der Verlagsmeldung

Menschen und ihre Materialien : Von der Steinzeit bis heute / von Hans R. Kricheldorf


Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit: Nicht umsonst sind die wichtigsten Entwicklungsepochen der frühen Menschheit nach dem Werkstoff benannt, den unsere Vorfahren hauptsächlich zur Herstellung von Werkzeugen, Waffen und Kultgegenständen verwendeten. Basierte die "Technologie" der Steinzeit noch auf der kunstfertigen Bearbeitung eines überall vorhandenen Materials, das jedem zugänglich war, musste Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, zunächst in einem komplizierten Prozess gewonnen werden, der erhebliches Wissen und technisches Können erforderte; um Eisen verhütten zu können, bedurfte es der Erfindung früher Hochöfen, in denen Temperaturen oberhalb des Schmelzpunkts von Eisen herrschten. Jeder dieser Epochenwechsel brachte die menschliche Zivilisation um ein gutes Stück voran: technische Kenntnisse wurden weitergegeben, zunächst mündlich, später schriftlich, Verwaltungs- und Handelsstrukturen bildeten sich aus, die Tauschwirtschaft wandelte sich zur Geldwirtschaft.

Und wie sieht es heute aus? Stein, Bronze und Eisen werden immer noch verarbeitet, doch das Spektrum der Materialien, das dem Menschen zur Verfügung steht, hat sich immens verbreitert. Die Kunststoffe traten ihren Siegeszug im 20. Jahrhundert an und haben zu einer schier unüberschaubaren Vielfalt von Produkten geführt; Aluminium, Titan, Silizium, Germanium und nahezu jedes andere Element des Periodensystems hat sich der Mensch nutzbar gemacht, um Brücken, Brillengestelle, Handys, Laser und vieles mehr herzustellen. Und ein Ende ist nicht abzusehen.