Angaben aus der Verlagsmeldung

Eifel : Auf Tour / von Peter Burggraaff, Bruno Kremer, Klaus-Dieter Kleefeld, Jürgen Haffke


Die Einzigartigkeit der Eifel erschließt sich nicht auf den ersten Blick. In weiten Bevölkerungskreisen galt sie lange als abweisender Landstrich mit kargen Böden und enormer Armut. In manchen Darstellungen war sogar die Rede vom rheinischen Sibirien. Das Meinungsbild hat sich heute zu Recht gründlich gewandelt. Zum einen versteht man unter Eifel nicht mehr nur die Hochlagen im Zentrum und im Westen, sondern sämtliche Landstriche zwischen der Deutsch-Belgischen-Luxemburgischen Grenze im Westen, dem Rhein im Osten, der Mosel im Süden und dem Abfall des Schiefergebirges zum Niederrheinischen Tiefland  – ein Gebiet, das man mit dem Städteviereck Aachen, Bonn, Koblenz und Trier abstecken könnte. Auf der anderen Seite gilt die Eifel längst als das grüne Herz im westlichen Mitteleuropa, als ideales Wanderparadies, als Erholungslandschaft. „Das ist das Land, das mich beredt macht, selbst wenn ich stumm bleiben möchte“, schwärmt die Eifeldichterin Clara Viebig in ihrem Kreislauf des Jahres. Diese Landschaft überrascht mit ihrer Vielfalt – mit tiefen Seen, engen Tälern, auffallen­den Kegeln und Kuppen ebenso wie mit ausgedehnten Wäldern auf weiten Hochebenen und anmutigen Ortsbildern wie in Monreal oder Monschau. Hier finden sich Naturdenkmale, mehrere Natur- und Geoparke  und der „Nationalpark Eifel“. Nirgendwo sonst scharen sich auf vergleichbar engem Raum mehr Mineralquellen. Weniger erbaulich, aber erinnerungswürdig: Vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg haben zahllose Kriege ihre spezifischen Spuren in diese Region gesetzt. So erweist sich die Eifel als thematisch überraschend bunter Flickenteppich.
Als Geographen erzählen die Autoren von erdgeschichtlichen und historischen Entwicklungen, beschreiben die Gegenwart und denken über künftige Entwick­lungen nach. Sie greifen Mythen auf und nennen Fakten. Aber sie können nicht alles ansprechen, was von Interesse ist, sondern den Leser nur anregen, sich selbst ein Bild von seiner Eifel zu machen. „Auf Tour – Eifel“: Lesen und Reisen, Reisen und Lesen! Beides verschafft Zugänge zu einer Landschaft mit vielen Facetten. Zahlreiche Fotos wecken Erinnerungen oder locken zu neuen Erkundungen.