Angaben aus der Verlagsmeldung

Kirche und Staat in Deutschland, Frankreich und den USA : Geschichte und Gegenwart einer spannungsreichen Beziehung


Es gehört zu den Errungenschaften der Neuzeit, Kirche und Staat nicht zu vermischen. Weder soll die Kirche theokratisch das politische Gemeinwesen bestimmen noch der Staat totalitär über die Kirche herrschen. Kirche und Staat sollen getrennt sein. Deutschland, Frankreich und die USA versuchen auf je eigene Weise, diese notwendige Trennung von Kirche und Staat zu realisieren. Die heutige Situation wirft Fragen auf, die in den gesammelten Vorträgen der XIV. Dietrich Bonhoeffer-Vorlesung 2010 in Mainz aus unterschiedlichen Perspektiven heraus beantwortet werden. Was war der Grund für die unterschiedlichen Modelle? Worin liegen ihre Stärken, worin ihre Schwächen? In jüngster Zeit stellen sich diese Fragen neu, nicht nur angesichts der Verortung der islamischen Religion in den westlichen Gesellschaften.
Für einen sinnvollen Vergleich der drei Länder nimmt der Band eine doppelte Perspektive ein: Auf der einen Seite fragen u.a. Heinrich de Wall, Christiane Tietz und Axel von Campenhausen mit Blick auf die Historie danach, wie es zu der spezifischen Form des jeweiligen Staat-Kirche-Verhältnisses gekommen ist. Auf der anderen Seite werden Probleme und Chancen des jeweiligen Modells von Robin W. Lovin, Hans Michael Heinig, Wolfgang Huber und Karl Kardinal Lehmann diskutiert, wobei Veränderungen und Herausforderungen der jüngsten Zeit besonders ins Gewicht fallen.