Angaben aus der Verlagsmeldung

Die Stunde des Hundes. Nach Heinrich Seuses "Exemplar" / von Hildegard Elisabeth Keller


Heinrich Seuse (um 1295-1366) ist einer der wichtigsten Schüler Meister Eckharts und ein grossartiger Erzähler. Er lebte als Dominikanermönch in einer von Krisen geschüttelten Zeit im Konstanzer Inselkloster. Seine Texte sind nie 'einfach erzählt', sondern spannend inszeniert.
Der Lebensbericht des von ihm erfundenen "Dieners der ewigen Weisheit" enthält amüsante bis bizarre Anekdoten aus seinem Leben in Konstanz, seinen Reisen zu Wasser und zu Land. Die Leser und Zuhörer nehmen zudem teil an Lehrdialogen zwischen dem Diener und Elsbeth Stagel (gestorben um 1360). Sie stammte aus einem angesehenen Zürcher Geschlecht, lebte im Tösser Dominikanerinnenkloster und spielt die weibliche Hauptrolle im Lebensbericht des Dieners. Die Gespräche zwischen den beiden drehen sich um Gott und die Welt – immer weniger über die Welt und immer glühender über Gott und die Gottheit, in die hinein die Dialoge führen.
"Die Stunde des Hundes" besteht aus einem Sachbuch: Knapp 130 Seiten Text führen in die historischen Orte, die Personen, den Originaltext und die Bilderhandschriften (namentlich Cod. 710(322), Stiftsbibliothek Einsiedeln) ein, 32 Farbseiten enthalten Abbildungen der historischen Orte und der Einsiedler Bilderhandschrift.
"Die Stunde des Hundes" besteht zudem aus einem Hörspiel auf drei Audio-CD: Diese Hörfassung von Seuses Vita in modernem Deutsch mit mittelhochdeutschen Originaltexten ist behutsam mit Musik (Gesang, Hackbrett) und weiteren akustischen Elementen angereichert.