Angaben aus der Verlagsmeldung

Nachtleben : Roman / von Mirko Buchwitz


In „Nachtleben“ erzählt der Türsteher Richard seine Lebensgeschichte. Mit acht Jahren kommt er ins Kinderheim und hat anschließend weder Kontakt zu seiner Schwester noch zu seiner Mutter, bis eines Tages das Telefon klingelt. „Hier ist Ingrid. Willst du Mutter noch mal sehen?“ Gemeinsam fahren sie zur Mutter, die künstlich am Leben gehalten wird. Obwohl es scheint, als spielte die Vergangenheit keine Rolle mehr für Richard, wird nach und nach deutlich, wie sehr ihn der Verlust seiner Familie geprägt hat. In unchronologisch angeordneten Kapiteln erzählt Richard, wie es ihm in all den Jahren ohne Ingrid und die Mutter ergangen ist. Er berichtet von der Erzieherin Merle, von seiner geliebten Pia, vom besten Freund Flavio, von Drogendeals, von Prügeleien, von seinem Versuch, die Familie zu finden, die ihm abhanden gekommen ist. So wird der Leser zum Mitwisser seiner Lebenslügen, wird Komplize des Versteckspiels und der Suche Richards nach dem Ursprung seiner Einsamkeit. Was es heißt, allein aufzuwachsen, hat zuletzt Wolfgang Herrndorf in „Tschick“ ähnlich rührend und überzeugend erzählt.