Angaben aus der Verlagsmeldung

Big Bigger Cinema : Film- und Kinomarketing in Deutschland (1910–1933) / von Anke J. Hübel


Das Kino war Anfang des letzten Jahrhunderts ein neues Medium und auch die Kinowerbung suchte neue Wege. Anke Hübel bringt Licht in das Dunkel der Anfänge des Film- und Kinomarketings in Deutschland.
Ihr Buch zeigt, dass die gezielte, breit angelegte und mit hohem Werbedruck ausgeübte Vermarktung von Filmen weder ein charakteristisches Einzelstellungsmerkmal der amerikanischen Filmindustrie war noch ein Phänomen ist, das in Deutschland erst mit den amerikanischen Blockbustern neueren Datums eingesetzt hat. Vielmehr kann sie ein ebenso umfangreiches und vielschichtiges wie auch plastisches Bild des deutschen Film- und Kinomarketings im Zeitraum um 1910 bis 1933 vorstellen
Sie fragt nach den Erwartungen, die man bereits seinerzeit an das Film- und Kinomarketing richtete. Natürlich sollten die Werbemaßnahmen in erster Linie höhere Einnahmen kreieren, aber über den unmittelbaren monetären Aspekt hinaus wird hier ebenso nach der Funktion des Film- und Kinomarketing im Hinblick auf die Generierung zentraler, bis heute mit den Bereichen Film und Kino verknüpfter Charakteristika wie dem Ereignis- und Erlebnischarakter gefragt. Schließlich spielt auch der Aspekt eine Rolle, wie das Film- und Kinomarketing die Kinematografie als solche aufwertete und „salonfähig“ machte.
Die Untersuchung macht dabei deutlich, dass eine Film- und Kinohistoriografie ohne Berücksichtigung der Bereiche Film- und Kinomarketing zwangsläufig fragmentarisch bleiben muss. Oder andersherum ausgedrückt: Das Film- und Kinomarketing und seine Geschichte bilden einen wesentlichen Baustein für ein umfassendes