Angaben aus der Verlagsmeldung

»Aus einem Totenhaus« : Leoš Janáčeks letzte Oper


Die Ausnahmestellung, die das Werk Leoš Janáčeks im europäischen Musikschaffen einnimmt, scheint sich in seiner letzten Oper Aus einem Totenhaus wie in einem Brennpunkt zu konzentrieren. Seine höchst individuelle Kompositionsweise, die ungewöhnliche Vorlage, die der Komponist selbst zu einem eigenwilligen Libretto destillierte, die kryptische Niederschrift der Partitur – all dies macht die Beschäftigung mit Janáčeks letzter Oper zu einer besonderen Herausforderung.
Die sechs Beiträge dieses Bandes nähern sich diesem außergewöhnlichen Werk aus ganz unterschiedlichen Richtungen an. Sie beleuchten die kompositionstechnische Originalität von Janáčeks Spätwerk ebenso wie geschichtliche Bezüge von Komposition und Rezeption, aber auch den Aspekt der theaterpraktischen Umsetzung. Ergänzt werden die sechs Studien durch einen Anhang mit einer Einführung zu Aus einem Totenhaus sowie dem Versuch einer wörtlichen Übertragung des tschechischen Librettos ins Deutsche.