Angaben aus der Verlagsmeldung

Kontra Sarrazins Thesen / von Charlotte Halink


Sarrazin sagt in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ etwas aus, was die meisten Leser empört aufschreien lassen müsste. Dass sie es nicht tun, kann nur damit zusammen hängen, dass das Buch zwar gekauft, aber kaum gelesen wird.
Was Sarrazin als seine „prägnanten Formulierungen“ (S. 409) bezeichnet, ist eine unendliche Wiederholungsschleife immer wieder derselben Aussagen mit anderen Worten, die da lauten:
- Die Bürger unserer deutschen Unter- und Mittelschicht leiden an einem rapiden, sich stark vererbenden Intelligenzschwund und an Faulheit, und sollten sich deshalb nicht ungehemmt fortpflanzen können.
- Die Leute unserer Oberschicht, also die Reichen (zu denen Sarrazin natürlich zählt), sind auch die Intelligenten, Fleißigen und Guten, deren Vermehrung gefördert werden muss.
- Für die Verdummten und Faulen, für die keine Arbeit mehr vorhanden ist, muss ein Arbeitszwang eingeführt werden - bekannteres Wort dafür: Zwangsarbeit - wohlgemerkt nicht für Sträflinge, sondern für Arbeitslose und alleinerziehende Mütter.
- Und last but not least sind Migranten vor allem muslimischer Herkunft dümmer und fauler als alle anderen Menschen.
Mit den letzten zwei Thesen lockt Sarrazin die aus der Reserve, die nun erleichtert meinen, endlich wieder laut sagen zu dürfen, dass nur Ausländer und Arbeitslose Schuld an Allem wären.
Interessanterweise dürfte es sich dabei aber überwiegend um Leute aus den Bevölkerungsschichten handeln, denen Sarrazin ein rapide schwindendes Intelligenzpotential nachsagt.