Angaben aus der Verlagsmeldung

Photo Archives and the Photographic Memory of Art History


Nach Einführung der Fotografie um 1850 haben Museen, Universitätsseminare, Kunsthistoriker und schließlich eigens gegründete Fototheken systematisch Aufnahmen von Kunstwerken gesammelt. Heute dokumentieren diese zu wissenschaftlichen Zwecken angelegten Fotoarchive durch die Auswahl der Objekte den Wandel des jeweils gültigen Kanons. Sie sind das Bildgedächtnis der Kunstgeschichte – und zugleich ein Archiv der Geschichte der Fotografie. Hier wird sichtbar, wie eine akademische Disziplin und eine Technologie durch gemeinsame Geschichte auch in ihrer Entwicklung eng miteinander verflochten sind.
Die aus zwei Fachtagungen in London und Florenz stammenden Beiträge untersuchen das Phänomen der Kunstreproduktion, die wissenschaftliche Verwendung der Fotografie sowie die Institutionalisierung von Fotoarchiven. Hauptthemen sind die Materialität des fotografischen Objekts sowie das Archiv, das ein unverzichtbarer Ort wissenschaftlichen Arbeitens ist – nicht nur für die Kunstgeschichte.