Angaben aus der Verlagsmeldung

Hofmannsthal: Der Dichter und die Dinge / von Claudia Bamberg


Die Dinge spielen in Hugo von Hofmannsthals Schaffen schon früh eine zentrale Rolle; und auch noch in seinen späten Schriften ist ihre Bedeutung kaum zu überschätzen. Ihr unverfügbares „Mark“ gilt dem Wiener Autor zeitlebens als wichtige Inspirationsquelle, und so überrascht es nicht, dass ihre stummen Energien oft maßgeblich verantwortlich sind für Gehalt und Struktur seiner Texte. Die Arbeit untersucht Hofmannsthals Dingverständnis auf der Grundlage einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit dem Begriff „Ding“ sowie der literatur-, zeit- und ideengeschichtlichen Zusammenhänge und zeichnet zudem die Entwicklung dieses Themas vom frühen bis zum späten Schaffen nach. Es ist die Erfahrung der Einheit, die die stummen Dinge versprechen und die in produktiver Spannung steht zu den stets verweisenden Sprachzeichen. In diesem Kontext ist auch die Frage nach der „Ordnung der Dinge“ zu sehen, die der Autor in seinen Texten in immer neuen Konstellationen reflektiert und gestaltet.