Angaben aus der Verlagsmeldung

Hitler und die Deutschen : Volksgemeinschaft und Verbrechen


Mit Hitler sind wir noch längst nicht fertig. Jede Generation stellt sich aufs Neue die Frage, wie ein solcher Diktator möglich war. Die Herrschaft des Nationalsozialismus bedeutete eine bis dahin kaum gekannte Gewalt- und Vernichtungspolitik – warum aber fanden Hitler und sein Regime dennoch fast bis zum Ende breite Zustimmung unter den Deutschen?
Ausgehend von einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum versucht dieser Themenband Antworten zu geben. Im interdisziplinären Zugriff analysieren führende NS-Forscher Aufstieg, Ideologie und Macht Hitlers. Dazu zählen der Kurator der Berliner Ausstellung Hans-Ulrich Thamer, die renommierten Hitler-Biographen Brigitte Hamann und Ian Kershaw, die bekannten Zeithistoriker Hans Mommsen, Peter Steinbach und Norbert Frei, kulturhistorisch argumentierende NS-Spezialisten wie Peter Reichel und Claudia Schmölders und eine Reihe ausgewiesener Forscherinnen und Forscher der jüngeren Zeit- und Kulturhistoriker-Generation.
Hitlers Erfolg als »Führer« wird im Wirkungszusammenhang mit den gesellschaftlichen Bedingungen und Erwartungen seiner Zeit beleuchtet. Die Mechanismen seiner Herrschaft geraten dabei ebenso in den Blick wie die Ästhetisierung des Politischen, die Inszenierung der »Volksgemeinschaft« und der Terror gegen jede Art der Abweichung. Und auch der lange Schatten, den diese deutsche Vergangenheit bis in unsere Gegenwart wirft, ist ein wichtiger Aspekt