Angaben aus der Verlagsmeldung

Das Schwarzwalddorf Yach im Zweiten Weltkrieg / von Heiko Haumann


Das Schwarzwalddorf Yach am Fuße des Rohrhardsberges, das heute zur Stadt Elzach gehört, war nur für kurze Zeit Kriegsschauplatz und doch erheblich vom Zweiten Weltkrieg betroffen. Die Bevölkerung musste zahlreiche gefallene oder vermisste Soldaten beklagen, die heimkehrenden hatten schwere Erlebnisse in Krieg und Gefangenschaft zu verarbeiten. In der Landwirtschaft und im Handwerk, in der Schule und in den Vereinen, überhaupt im Alltagsleben, spürten die Yacher die Auswirkungen des Krieges und der Politik des nationalsozialistischen Regimes täglich. Von besonderer Bedeutung war der Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus Polen und der Ukraine.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Menschen in Yach. In Feldpostbriefen und Tagebüchern kommen die Soldaten zu Wort, in Gesprächen mit Zeitzeugen ist der Alltag wieder lebendig geworden, Erinnerungen einiger Zwangsarbeiter erhellen ihr damaliges Leben. Auch die Dokumente sind so ausgewählt worden, dass sie die Lebensumstände verdeutlichen. Nicht viel Spektakuläres ist in Yach geschehen, aber gerade das macht es spannend, sich mit den Geschehnissen zu beschäftigen. Mit diesem Buch, das aus einer Ausstellung hervorgegangen ist und mit zahlreichen Fotos ausgestattet werden konnte, soll ein Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem „Dritten Reich“ geleistet werden. Eine derartige Beschäftigung mit der Geschichte kann uns darin stärken, dass wir uns differenziert heutigen Problemen stellen.