Angaben aus der Verlagsmeldung

Bildungswelt Familie : Theoretische Rahmung, empirische Befunde und disziplinäre Perspektiven


Die breite Rezeption der PISA-Studien hat auch zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit der Rolle von Familie für den Bildungserfolg von Kindern geführt. Hinzu kommen die im Übergang zur Wissensgesellschaft gestiegenen Erwartungen an die Erziehungs- und Bildungsaufgaben von Familie. Es stellt sich nicht nur die schon in den 1970er Jahren aufgeworfene Frage, wie familiale Herkunftsbedingungen zu den unterschiedlichen Bildungserfolgen von Kindern und Jugendlichen beitragen. Es ist auch zu berücksichtigen, wie und durch welche Praktiken sich basale Kompetenzen und übergreifende Bildungserfahrungen im Familienalltag entwickeln. Der vorliegende Band präsentiert ausgewählte Aufsätze zu beiden Fragestellungen. Empirische wie konzeptionelle Beiträge aus der Familien-, Bildungs- und Medienforschung belegen den hohen Stellenwert der „Bildungswelt Familie“ sowie die Vielfalt familialer Bildungspraktiken. Sie zeigen, dass vertiefte Analysen zur binnenfamilialen Aneignung von Wissen und Bildung sowie zu den zwischen Familie und anderen gesellschaftlichen Teilbereichen ablaufenden Prozessen des Wissens- und Kompetenzerwerbs erforderlich sind.