Angaben aus der Verlagsmeldung

Empirisch Arbeit mit Bourdieu : Theoretische und methodische Überlegungen, Konzeptionen und Erfahrungen


Die Arbeiten Pierre Bourdieus werden anhaltend sehr breit rezipiert. Viele WissenschaftlerInnen und Studierende, die sich im Verlauf ihrer Arbeit mit Bourdieu befassen, lernen ihn vor allem als Theoretiker kennen. Dabei gerät häufig aus dem Blick, dass die zentralen von ihm entwickelten Konzepte Ergebnisse empirischer Arbeit und ihrer Reflexion sind. Der Kreis der WissenschaftlerInnen, die Bourdieus Instrumente in der empirischen Anwendung schärfen, ist jedoch überschaubar geblieben. Dazu mag beigetragen haben, dass Bourdieu die Methodologie und vor allem die methodische Umsetzung seiner Theorie nur ansatzweise und nicht systematisch ausgearbeitet hat.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge von AutorInnen, die empirisch mit Bourdieu arbeiten. Allen Beiträgen ist gemeinsam, dass sie forschungspraktische Einblicke erlauben, wie für konkrete empirische Untersuchungskontexte Impulse aus dem Denken Bourdieus gewonnen und umgesetzt werden können. Es wird deutlich, dass empirisches Arbeiten mit Bourdieu immer impliziert, die sozialen und methodologischen Voraussetzungen empirischer Erkenntnis zu reflektieren. Vor allem zeigen die Beiträge jeweils eigene Aneignungen sowie Weiterentwicklungen seines Denkens und seiner theoretischen Konzepte.
Mit Beiträgen von Sandra Beaufays, Anna Brake, Helmut Bremer, Steffani Engler (†), Barbara Friebertshäuser, Andrea Lange-Vester, Valerie Moser, Anne Schlüter, Christel Teiwes-Kügler, Michael Vester und mit einem Interview von Beate Krais mit Pierre Bourdieu.